13.01.2016 Wanka – Franz Joseph

„Nach Wind und Regen kommt Nebel und Eis“

Für den heutigen Tag hatten wir noch in Queenstown frühzeitig unsere „Heli Hike-Tour“ gebucht, um ja nichts den Zufall zu überlassen. Es sollte mit dem Helikopter auf den Gletscher gehen und eine Wanderung über das Eis folgen. Da die Tour für den heutigen Tag am Franz Joseph Glacier ausgebucht war, sind wir auf den etwas kleineren Fox Glacier ausgewichen, für den wir noch zwei Plätze ergattern konnten.

Beide Gletscher gehörten ursprünglich zusammen und liegen nur wenige Kilometer auseinander. Von den ca. insgesamt 3000 Gletschern in Neuseeland sind sie nicht nur die bekanntesten, sondern auch die größten. Sie liegen nur 300m überm Meeresspiegel und sind die einzigen Gletscher, die direkt an einem Regenwald angrenzen.

Um pünktlich am Mittag zum Start der Tour vor Ort sein zu können, mussten wir früh am Morgen starten. Die Strecke von Wanaka an die Westküste zum Fox Glacier führte uns zunächst durch den Aspiring National Park mit einem unveränderten Landschaftsbild vorbei an Gletscherseen und Bergen. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir die „Westlands“ und die Landschaft änderte sich zu einem dicht bewachsenen Regenwald. Wir durchquerten den Regenwald parallel zu einem türkisfarbenen Fluss. Neben den unzähligen Serpentinen und Kurven wurde die Fahrt dabei durch die einspurigen Brücken erschwert, bei denen man immer auf Gegenverkehr achten musste. Nach insgesamt 5 Stunden Kurverei erreichten wir sodann rechtzeitig zum Start unseres neuen Abenteuers unser Ziel.

Freudig gingen wir zum Counter, wo man uns schnell mitteilte, dass der Start der Tour noch nicht mit Sicherheit bestätigt werden kann. Aufgrund des wechselhaften Wetters würde die Entscheidung erst 5 Minuten vor Abflug fallen, so dass für uns nur Warten und Hoffen übrig blieb. Nach kurzer Zeit, die uns aber wie eine Ewigkeit vorkam, trat dann der nicht für möglich gehaltene Fall ein und die Tour wurde tatsächlich aufgrund der schlechten Wetterlage gecancelt. Was für eine Enttäuschung!

Zwar konnten wir glücklicherweise den Flug auf den nächsten Tag umbuchen, doch zum einen schätzten wir, niedergeschlagen wie wir waren, die Aussicht auf besseres Wetter als nicht sehr hoch ein und zum anderen brachte die Umbuchung unsere Reiseplanung etwas durcheinander. Aber wir wollten unbedingten auf diesen Gletscher, wo wir doch jetzt schon hier waren und so nahmen wir die Ärgernisse notgedrungen in Kauf.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit kleinen Wanderungen an den Fuß des Franz Joseph und des Fox Gletschers und ruhten uns für den nächsten Morgen aus. Am Abend riss sogar der Nebel über dem Gletscher auf und am Horizont erschienen die schneebedeckten Berge um den Mount Cook, den mit 3724m höchsten Berg Neuseelands. Ein erster Hoffnungsschimmer!

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