Archiv der Kategorie: Planet WA

Part 2: 18.02.-27.0216 The Great South West

Auf unserem letzten Reiseabschnitt erforschten wir in Australiens Südwesten traumhafte Weingüter, Surfstrände, uralte Kalksteinhöhlen und gewaltige Karri-Wälder.

Tag 1: Freemantle (18.02.2016)

Den zweiten Teil unseres Wild-West-Abenteuers starteten wir in den geschichtsträchtigen Straßen von Freemantle. Auf dem Weg zum charmanten Freo (wie es von den Einheimischen genannt wird) mussten wir aus dem Norden kommend zunächst die Umgebung von Perth mit seinen modernen Vierteln und Satellitenstädten (residental areas) entlang der Küste nach Süden bis zur Mündung des Swan River durchqueren.

Das Zentrum von Freemantle bot uns mit seinen lebendigen Straßen und den sanierten Docks und Kolonialgebäuden eine willkommene Abwechslung zu den letzten Tagen in der Einöde.

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Tag 2 – 3: Freemantle – Busselton (19.02.-20.02.16)

Nach dem Zwischenstopp in Freemantle ging es für uns am nächsten Morgen weiter in den Südwesten entlang der Gold Coast in Richtung Busselton. Die Strecke war anfangs noch geprägt von Industrie und veränderte sich nach kurzer Zeit zu einem von Obst- und Weideland geprägten Landschaftsbild. Nach den letzten Wochen im wüstenartigen Norden eine völlig neue Erfahrung für uns. Und nicht nur das Klima war kühler, auch von unsere kleinen, lästigen Begleitern aus dem Norden fehlte hier im äußersten Südwesten jegliche Spur!

Unser heutiges Etappenziel, das 1834 gegründete Busselton, ist eine der ältesten Städte in WA und ein beliebter Ferienort. Der 10.000 Einwohner zählende Ort liegt an der sanft geschwungenen Ozeanbucht Geographe Bay. 30km flach abfallender Sandstrand und die vor Wind und Wetter schützende Landzunge „Cape Naturaliste“ sorgen hier für ein sicheres Badevergnügen.

Unser Badespaß ließ allerdings noch etwas auf sich warten, denn wir wanderten nach unserer Ankunft zunächst den 1,8km langen Busselton Jetty entlang. Am Ende des längsten Stegs der Südhalbkugel trafen wir auf das Underwater Observatory. Dort tauchten wir bis zu 9 Meter tief und trockenen Fußes in die Unterwasserwelt ab und bewunderten tropische wie subtropische Fische, Schwämme und Korallenstöcke durch große Fenster.

Wieder zurück auf der Strandpromenade stärkten wir uns mit Fish und Chips bevor wir unsere Erkundungstour fortsetzten. Während die Geographe Bay durch einsame Buchten mit ruhigen und weiten Stränden gekennzeichnet war, donnert an der Westküste zwischen Cape Naturaliste im Norden und Cape Leuewin im Süden die Brandung des indischen Ozeans mit voller Wucht an den Landvorsprung. Die zerklüftete Felsenküste ist daher vor allem in Surferkreisen wegen der perfekten Wellen gefragt. Aber auch als Nicht-Surfer genossen wir die herrliche Küstenlandschaft um das Cape Naturaliste und deckten uns bei dem einen oder anderen Weingut für die kommende Abende ein.

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Tag 4-5: Busselton – Hamelin Bay (21.02. – 22.02.2016)

Der vierte Tag im Südwesten war geprägt durch eine märchenhafte Fahrt von Kap zu Kap auf der Caves Road zwischen dem verträumten Örtchen Yallingup in Norden und Hamelin Bay bei Augusta im Süden.

Auf diesem Teilstück gelangt man innerhalb weniger Kilometer von zahlreichen Weinbergen durch gewaltige Karri- und Jarrahwälder zu anmutenden Surferstränden oder karsten Kalksteinküsten mit hunderten von Höhlensystemen.

Etwa auf halber Strecke machten wir Halt im modernen Margaret River, die wichtigste Stadt der Coast to Coast Küste. Margaret River ist in ganz Australien ein Synonym für hervorragende Qualitätsweine. Neben dem Rebensaft sind es vor allem aber auch die internationalen Surfwettbewerbe, die der Kleinstadt weltweit Bekanntheit verliehen. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass es hier in den Straßen äußerst lebhaft zuging.

Unser Nachtlager schlugen wir am frühen Abend auf einem schönen und schattigen Campingplatz etwas abseits der Zivilisation in der Hamelin Bay auf. Unser Aufenthalt hier stand im Zeichen des Sonnenbadens und der Stachelrochen, die hier im seichten Gewässer schwammen und sich teilweise streicheln ließen. Ein einmaliges Erlebnis!

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Tag 6-7: Hamelin Bay – Albany (23.02. – 24.02.2016)

Am Ende der ersten Woche verließen wir die Westküste und den indischen Ozean und fuhren entlang der Südküste Australiens durch die Southern Forests in Richtung Osten nach Albany. Wahrzeichen dieser dichten Wälder sind neben Karri- und Red Tingle Bäume auch die niedriger gewachsenen Jarrah- und Marri-Bäume. Viele von ihnen sind Hunderte Jahre alt.

Das Herz des Southern Forests ist Pemberton, eine von Wald umgebende Kleinstadt, die das Zentrum der Holzwirtschaft im Südwesten darstellt. Hauptattraktion von Pemberton ist der Gloucester Tree, dessen Stamm man auf einer spiralförmigen Leiter aus Eisenstäben in unglaubliche 61 Metern Höhe hinaufklettern kann. Oben angekommen wartet eine Beobachtungsplattform, von der man einen atemberaubenden Blick über das grüne Dach haben soll. Natürlich nur aufgrund des schlechten Wetters haben wir von diesem schwindelerregenden Aufstieg abgesehen. Safety first!

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Bei der winzigen Küstensiedlung Walpole endete nach einer dreistündigen Autofahrt die Region des Southern Forests. Hier schloss sich in Richtung Osten der Walpole-Nornalup National Park an, dessen Hauptattraktion das Valley of the Giants ist. Dort lassen sich die vier vier seltenen Eukalyptusarten des Südwestens bestaunen, von denen die Tingle Bäume wegen ihres Umfangs (bis zu 16 Metern) besonders beeindruckend sind. Daneben gibt es die Möglichkeit auf dem Tree Top Walk in 40 Meter Höhe zwischen den Baumwipfeln entlang zu spazieren. Wir mussten unseren Besuch aufgrund des schlechten Wetters auf den nächsten Tag verschieben.

Aber auch an diesem Tag hatten wir Pech und es fing just in dem Moment in strömen an zu regnen, in dem wir den Tree Top Walk betraten. Am Vortag gab es ein Unwetter im Süden um die Region um Albany, dessen Auswirkungen wir leider noch heute spürten. Wild entschlossen ließen wir uns aber nicht abhalten, den Weg in die Baumkronen anzutreten.

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Die Weiterfahrt nach Albany entlang der Küste war durch ein besonderes Farb- und Naturschauspiel gekennzeichnet. Die Rinde etlicher am Straßenrand stehender Baumriesen schälte sich ab und die hervorkommenden, nackten Baumstämme schimmerten rötlich, was den verregneten Tag eine besondere Atmosphäre verlieh. Auf halber Strecke machten wir im beschaulichen Denmark Halt, eine mitten im Wald liegende 2500 Seelen-Gemeinde mit einladenden Cafes und kleinen Geschäften. In der Nähe von Denmark besuchten wir den Wiliam Bay National Park mit seinen traumhaften Badebuchten und mächtigen Granitfelsen. Dabei durften wir die riesige Felsformation Elephant Rock, die tatsächlich wie eine gedrängte Elephantenherde aussieht, bewundern.

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Unser Lager schlugen wir die nächsten 2 Nächte in der Emu Bay nahe Albany auf. Albany ist das Zentrum des Südens und mit 34.000 Einwohnern eine regelrechte Großstadt für WA-Verhältnisse.  Der Ort erstreckt sich über mehrere Hügel in einzigartiger Lage an einer riesigen Bucht, die sich zum King George Sound ausweitet.

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Tag 8 -10 Albany – Freemantle/Perth (25.02 – 27.02.2016)

Am frühen Morgen hieß es Einpacken und Abschied nehmen von Albany und dem Südwesten Australiens. Vor uns lag eine fünfstündige Autofahrt in Richtung Perth, wo wir unsere Australien-Reise ausklingen lassen wollten.

Die Fahrt verlief wenig spektakulär und ohne Erwähnenswertes, aber auch ohne Probleme. Wir fuhren immer gerade aus, kaum eine Kurve und kaum ein Auto. Einzig die grüne Landschaft und Straßenbauarbeiten brachten etwas Abwechslung. Die Australier scheinen ihre Straßen zu lieben, denn Stopps wegen „Road Works gab es so einige. Und selbst bei der kleinsten Arbeit wurde eine Fahrbahnrichtung bereits Kilometer vor der eigentlichen Baustelle komplett gesperrt, was den Verkehrsfluss doch erheblich in Stocken brachte. Aber man ist ja entspannt hier im Land der Kuriositäten und Gegensätze.

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Nach einem kurzen Zwischenstopp in Freemantle erreichten wir am nächsten Morgen bei bestem Wetter Perth. Perth gilt als eine der abgeschiedensten Großstädte Australien, wenn nicht gar der ganzen Welt. Adelaide ist 2700km entfernt, Melbourne rund 3900km. Dennoch muss die flächenmäßig riesige Stadt (Perth erstreckt sich von Süd nach Nord über 90km, von West nach Ost misst die Stadt 40km) keinesfalls den Vergleich mit den anderen Metropolen scheuen. Die moderne Skyline der drittgrößten australischen Stadt vermischt sich wunderbar mit kolonialer Architektur. Trotz des starken Wachstums ist Perth eine gemütliche Stadt geblieben. Die grünen Parks, der Swan River inmitten der City und die kilometerlangen Strände tragen ihr Übriges zum Reiz der Stadt bei.

Angekommen in Perth kümmerten wir uns zunächst um die Rückgabe des Campers, bevor wir in die City zu unserem Hotel aufbrachen. Das Miss Maud Swedish Hotel, so viel sei schon jetzt verraten, war einfach super. Nicht nur die Lage in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone, auch Zimmer und Essen ließen keine Wünsche offen.

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Da auch hier die Innenstadt dank der rechtwinklig angelegten Straßen sehr kompakt und übersichtlich ist, machten wir uns zu Fuß auf Erkundungstour, obwohl Gratisbusse (CAT) die meisten Sehenswürdigkeiten abfahren.  Wir starteten unseren Ausflug im Einkaufsbereich der City zwischen Hay Street und Murray Street, wo zahlreiche Passagen verlaufen. Die bekannteste Passage ist der „London Court“, eine mittelalterliche Gasse mit auf alt getrimmten Häusern im Tudorstil, in der zahlreiche Cafés und Souvenirläden zu finden sind.

Von der Fußgängerzone verschlug es uns in Richtung Wasser. Auf dem kurzen Weg zum Swan River marschierten wir an markanten Gebäuden vorbei. Dabei bildeten die vielen kolonialen Bauten wie die St. George Cathedral einen reizvollen Gegensatz zu den Hochhäusern mit ihren modernen Glasfassaden.  Nachdem wir die Supreme Court Gardens mit dem Landesgericht und dem Old Court House aus dem 19. Jahrhundert durchquert hatten, erreichten wir den Riverside Drive.

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Auf der gegenüberliegenden Seite entdeckten wir das Uferviertel Elisabeth Quay: Die An- und Ablegestelle „Barrak Square“ für Fähren nach South Perth und Freemantle und für Ausflugsschiffe zur Insel Rottnest und zu den Weingütern am Swan River; den  hypermodernen Glockenturm Swan Bells; Cafes und Restaurants der Barrack Street Jetty mit Blick auf den breiten Flusslauf.

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Bevor wir den Tag mit einem vorzüglichen Abendessen bei uns im Hotel haben ausklingen lassen, unternahmen wir am späten Nachmittag noch einen Ausflug in den Kings Park, einem erhöhten Park- und Waldgebiet, das auch den Botanischen Garten einschließt. Von hier hatten wir einen traumhaften Blick auf den Swan River und die Skyline der Stadt.

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Der nächste und letzte Tag auf dem roten Kontinent war geprägt von entspannten Streifzügen durch die Stadt ehe wir uns am späten Abend auf den Weg in Richtung Singapur begaben.

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Australien war für wahr ein Land der Überraschungen und unerwarteten Wunder. Und seltsamer Tiere, vor denen uns auf gelben Verkehrsschildern gewarnt wurde.

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Good Bye „Down Under“, es war wirklich schön mit Dir!

Planet WA

In Western Australia, von allen nur knapp WA genannt, erwartete uns das „wahre Australien“. Natur pur, zwölfeinhalbtausend Kilometer traumhaft schöne Meeresküste, malerische Gorges, rostroter Sand, tolle Nationalparks, endlose Weiten, Weinanbau, Giant Trees und authentische Aussie-Mentalität. Einer Redensart zufolge kennt Niemand Australien, bevor er nicht in Westaustralien war!

Unser Aufeinandertreffen mit WA vollzog sich dabei in zwei Teilen: Im ersten Teil ging es für uns den Indian Ocean Drive entlang von Perth in den Norden zum Ningaloo Reef. Den zweiten Teil unserer Wild-West-Erfahrung machten wir im Great South West, dem Weinanbaugebiet um die Region Margaret River herum.

Part 1: 06.02. – 17.02.16 Indian Ocean Drive

Auf dieser unvergleichlichen Route entlang der Coral Coast von Westaustralien entdeckten wir Strände, Korallenriffe, ursprüngliche Fischerorte und raue Nationalparks.

Tag 1 und 2: Perth – Geraldton

Morgens um 8 Uhr gelandet, begrüßte uns Perth mit schlappen 40 Grad. Auf Nachfrage beim Taxifahrer erfuhren wir, dass der Westen gerade von einer Hitzewelle heimgesucht wird und die nächsten Tage noch schlimmer werden sollten. Es wurden bis zu 44 Grad erwartet. Nach unseren eher durchwachsenen Tagen zuvor eine willkommene Abwechslung, auch wenn es ein paar Grad weniger auch getan hätten.

Nachdem wir unseren Camper also übernommen und uns mit Proviant ausgestattet hatten, starteten wir nach Geraldton, unserem ersten Etappenort an der Westküste. Die Fahrt den Brand Highway hinauf dauerte ca. fünf Stunden. Zwischen Juni und November soll die Region mit leuchtend bunten Wildblumen übersät sein. Da wir Februar haben und die Strecke leider sonst wenig aufregend ist, zog sich die Fahrt doch deutlich. Aber wir waren hochmotiviert und voller Vorfreude auf das, was kommt!

In der Kleinstadt Geraldton am indischen Ozean erwartete uns am Sunset Beach ein toller Campingplatz. Alles schien nach Plan zu laufen, bis am frühen Abend die Motorleuchte unseres Crafters ansprang.  Ein kleines gelbes Licht, das unsere Pläne kurzfristig durcheinanderbringen sollte. Denn weder eine kleine Werkstatt an der nächsten Tankstelle noch der australische “ADAC” konnten uns helfen, da der Fehlercode VW-spezifisch war und nicht ausgelesen werden konnte.

Geralton ist zwar Sitz des letzten VW-Händlers für die nächsten knapp 4000 Kilometer (angeblich in Darwin), so dass man von Glück im Unglück sprechen konnte. Da es jedoch Wochenende war, mussten wir uns notgedrungen auf eine weitere Nacht in Geraldton einrichten und einen Tag Reiseverzug Wohl oder Übel in Kauf nehmen. Zumindest gibt es schlimmer Orte, um zu stranden, als die sogenannte „Sun City“ und einem Campingplatz mit Pool und Strandzugang.

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Tag 3: Geraldton – Carnarvon

Am Montagmorgen suchten wir zeitig VW auf, um den Camper untersuchen zu lassen. Die Analyse ergab einen defekten Sensor am Tank, ein nicht vorrätiges Ersatzteil und die Zusicherung, trotzdem ohne Bedenken unsere Tour in den abgeschiedenen Norden fortsetzen zu können. Glück gehabt! Und so machten wir gegen Mittag schon wieder fleißig Meilen durch einsames und trockenes Wüstenland, in dem es nicht viel zu sehen gab.

In regelmäßigen Abständen kamen uns „Road Trains“, Trucks mit mehreren Hängern von teilweise bis zu 60 Meter Länge, entgegen. Bei Überholmanövern dieser monströsen Lastzüge galt es immer, einen langen Atem zu haben und vor plötzlich auftauchenden Gegenverkehr auf der Hut zu sein.

Nach sechs Stunden Fahrt erreichten wir endlich Carnarvon. Dort stießen wir plötzlich wieder auf fruchtbares Land um den Gascoyne River, wo Bananen, Mangos und Papayas in großen Plantagen angebaut wurden.

Den späten Nachmittag verbrachten wir mit einem Ausflug zu den 70 km entfernten Blowholes, wo Wasserfontänen durch Brandungswellen bis zu 20 Meter  Höhe erreichen können. Unseren ursprünglich gefassten Plan, hier an unter dem Sternenhimmel wild zu campen, verwarfen wir jedoch. Denn kurz nach unserer Ankunft wurden wir von einer Vielzahl von Fliegen befallen. Und die Aussicht, zwei Stunden bis zum Sonnenuntergang Schutz suchend im heißen Camper zu verharren, war nicht sehr reizvoll. Wir hatten diese kleinen Störenfriede wirklich nicht vermisst.

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Tag 4-6: Carnavon – Exmouth

Nach weiteren 4 Stunden Fahrt durch die Wüste trafen wir mittags in Exmouth ein, wo wir die nächsten drei Tage verweilen sollten.

Exmouth ist der nördlichste Punkt unserer Route und exklusiv gelegen zwischen den roten Klippen des Cape Range National Park und dem türkisfarbenen Wasser des Ningaloo Marine Park. Das Ningaloo Reef in Westaustralien ist das längste Saumriff der Welt. Dieses Juwel im Nordwesten galt lange Zeit als Geheimtipp. Denn nirgends sonst kommt ein so großes Korallenriff der Küste so nah. Im flachen Wasser der Lagune schwimmt man an manchen Stellen nur hundert Meter hinaus und ist mitten im Riff in einer schimmernd bunten Unterwasserwelt.

Und so war es naheliegend, dass unser Aufenthalt hier geprägt war von Schnorchelausflügen in Buchten, die Namen trugen wie Sandy Bay, Torquise Bay oder Oyster Stacks. Dabei entdeckten wir neben Riffhaien und Schildkröten wunderschöne Korallen und viele farbenfrohe Fische. Leider hatten wir keine Gelegenheit mit den größten Fischen der Welt, den Walhaien, zu schwimmen. Diese imposanten Meeresbewohner finden erst ab April ihren Weg ins Ningaloo Reef. Für uns war es aber auch so ein einmaliges Erlebnis, das die lange und ermüdende Fahrt hierher auf jeden Fall gerechtfertigt hat.

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Tag 7: Exmouth – Coral Bay

Coral Bay ist ein winziger Ort, der an einer traumhaften Bucht liegt. Auf unserer Strecke dort hin machten wir im Charles Knife Canyon halt, wo wir eine atemberaubende Aussicht auf tief rote Schluchten genossen.

Ansonsten war der Tag eine Kopie der vorherigen Tage, was Faulenzen und Schnorcheln bedeutete.

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Tag 8-9: Coral Bay – Shark Bay

Die heutige Etappe führte uns zunächst 5 Stunden den Highway zurück in Richtung Süden bis wir das Overlander Roadhouse erreichten. Am Roadhouse ging sodann rechts die wohl längste Einbahnstraße West Australiens ab, die zur Halbinsel Peron Peninsula und vorgelagerten Shark Bay hinaufführte.

Die Weiterfahrt endete in Monkey Mia, einem Resort am anderen Ende der Halbinsel. Seit fast 40 Jahren kommen hier Delphine direkt bis an den Strand. Sie haben sich an die Menschen gewöhnt und lassen sich füttern. Mittlerweile sind die Delphine zu einer berühmten Attraktion geworden. Auch wir hatten das Glück, von den Rangern aus einer ganzen Schar von Schaulustigen auserwählt worden zu sein und die Delphine füttern zu dürfen.

Ansonsten unternahmen wir während unserer Zeit vor Ort eine geführte Tour über die Peron Halbinsel. Ein absolutes Highlight! Die Landschaftsbild faszinierte durch das Zusammenspiel von rostrotem Sand der Wüste mit schneeweißen Sand der Küste und türkisblauem Meer. Darüber hinaus konnten wir im seichten Gewässer der Shark Bay zahlreiche Haie, Mantarochen und eine Seekuh beobachten. Wahnsinn!

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Tag 10: Shark Bay – Kalbarri

Zurück auf der Einbahnstraße folgten wir ca. 30km vor dem Overlander Roadhouse einem Hinweisschild zu den Hamelin Pools. Dort wachsen in dem sehr salzreichen Wasser Stromatolithen, sehr betagte Lebewesen, die schon mehr als 3000 Jahre auf dem Buckel haben. Für diese „lebenden Steine“ scheint Zeit keine Rolle zu spielen.  Ein Boardwalk ermöglicht einen Rundgang und den Anblick aus nächster Nähe, nur leider mal wieder begleitet von Fliegen!

Bei Kalbarri, umgeben vom Kalbarri National Park, mündet der Murchison River in den Indischen Ozean. Kaum waren wir dort angekommen, machte der Camper uns wieder Ärger. Die Abzugshaube schien herunterzukommen und hing am seidenen Faden. Zwar konnten wir diese geschickt mit der Teleskopstange für die GoPro stabilisieren, entschieden uns aber dennoch gegen die geplante Erkundung der Murchison River Gorge mit ihren gewaltigen roten Felsen. Denn die Aussichtspunkte ließen sich nur über eine 20km lange Schotterpiste erreichen und unser Vertrauen in den Camper war zumindest einmal auf die Probe gestellt.

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Tag 11: Kalbarri – Cervantes

 An unserem letzten Tag auf dem Indian Ocean Drive verließen wir bei strahlendend blauen Himmel Kalbarri in Richtung Süden.  Dabei bot uns die Küstenstraße des Kalbarri National Parks noch einige Gelegenheiten für Stopps, um die spektakuläre Felsküste zu bewundern.

Am frühen Abend besuchten wir nahe dem beschaulichen Krebsfischerort Cervantes im Nambug National Park die berühmten Pinnacles. Dabei handelt es sich um Sandsteinsäulen, die wie steinerne Nadeln aus dem Wüstensand in den Himmel ragen. Ein eigenartiges Naturschauspiel und ein würdiger Abschluss des ersten Teils unserer Reise durch WA.

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